Teile der Installationen My Home is my Castle, anywhere! und The Missing part, (beide 2017) von Jerry Frantz und Sali Muller

Jerry Frantz, Trials and Errors I: Atelier subversif, 2017
Installation (Möbel, Werkzeug, Elektrik- und Elektronikteile, Sprengstoff), Maße variabel

17.05.–20.08.2017

Museum of Vanities

Eröffnung: 14.05.2017, 15:00

Für ihre Ausstellung Museum of Vanities haben Jerry Frantz – der notorische Erfinder von skurrilen Personen und Projekten – und Sali Muller – die feinsinnige Analytikerin von Seh- und Wahrnehmungsgewohnheiten – eine Reihe von Kunstwerken geschaffen, die sich angstfrei mit dem Werk des anderen auseinandersetzen, ganz im Sinne einer Kultur des Dissens.

Gezeigt werden aktuelle sowie eigens für die Ausstellung konzipierte Arbeiten der beiden Luxemburger Künstler, die sich in Anlehnung an das Jahresthema des IKOB – Ressentiment – mit Begriffen wie Terrorismus, Nationalismus, Selbstsucht und Endlichkeit beschäftigen.

Die im englischen Wort vanity enthaltene doppelte Bedeutung von Eitelkeit und Vergänglichkeit liege was seine Installationen betreffe in einem „tödlichen Glanz“, meint Jerry Frantz, der neben seinem Atelier subversif, einem Kabinett mit antiken Möbeln, Sprengstoff und anderen verdächtigen Utensilien auch eine Flug-Flug-Rakete vom Typ AIM-9 Sidewinder aus den Beständen des Luxemburgischen Militärs mit einem von ihm vergoldetem Sprengkopf ausstellen wird.

Sali Muller bildet den psychologischen Counterpart in dieser Doppelausstellung, mit zur Reflexion anregenden Arbeiten, die sinnigerweise aus größtenteils nicht reflektierenden Spiegeln bestehen, welche die Künstlerin auf unterschiedliche Weise bearbeitet hat – sei es durch das Abtragen von Schichten mittels Schmirgelpapier, oder indem sie Silikonschichten aufträgt, wie etwa bei ihrem Werk Crystal Clear aus dem Jahr 2017.

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Jerry Frantz, Trials and Errors II: Terminal Cleaning, 2017
Performance

Jerry Frantz, Trials and Errors III: Objets de gloire, 2017
Installation (14 Munitionshülsen auf Sockeln unter Glas, teilweise graviert), Maße variabel

Sali Muller, Crystal Clear, 2017
Transformierter Spiegel, Ø 150 cm

Sali Muller, I See You Looking Back at Me, 2016
Installation, 80 × 300 × 30 cm

Sali Muller, Gloomy Views, 2016 (Teil des Gloomy Room)
Perforierte Leichtstoffplatten in Leuchtkästen, 100 × 230 × 4,5 cm

Sali Muller, The Imperceptible Self, 2016
Installation (aufgerauter Spiegel, Ton), 80 × 60 × 3 cm