21.06.–01.11.2020

UNTER GEWISSEN UMSTÄNDEN
Die Neuzugänge der IKOB-Sammlung und Gäste

Es sind immer die gewissen Umstände, die eine Sammlung in viel größerem Maß bestimmen als Planung, Konzept oder Geld. Diese gewissen Umstände sind jedoch schwer zu steuern. Sie setzen sich aus Faktoren zusammen, die sich der Kontrolle einzelner entziehen. So müssen Zufall und Glück als die entscheidenden Variablen dieser gewissen Umstände gelten.

Ein Blick in die Geschichte der Museen lehrt uns, dass es oft genau diese Zufälle und eine gewisse Portion Glück waren, die einen Kauf, eine Schenkung eine Dauerleihgabe erst möglich machten. Sie sind wirkmächtig lange vor Vertragsabschlüssen oder finanziellen Transaktionen und entscheiden maßgeblich über eine spätere Zusammenarbeit. Wenn z.B. Dauerleihgeber*innen entscheiden ihre Kunstwerke in unsere Obhut zu geben, dann geschieht dies, weil sie uns vertrauen. Dieses Vertrauen genießt das IKOB seit 27 Jahren.

So ist unsere Sammlung in den letzten Jahren nicht nur durch Ankäufe größer geworden, sondern auch durch Dauerleihgaben. Daher haben wir uns dazu entschieden unsere Neuzugänge zu präsentieren. Parallel dazu, haben wir Freundinnen und Freunde des IKOB dazu eingeladen, im Rahmen von Parallelevents mit uns und unserer Sammlung in einen Dialog zu treten. Sie wurden eingeladen, um uns in Form von Ausstellungen, offenen Ateliers, Screenings und Workshops an ihrer künstlerischen Praxis teilhaben zu lassen. Für diese Aktionen haben wir zwei Räume im IKOB bereit gestellt, die unterschiedlich genutzt werden können. Für Ausstellungen, Konzerte, Vorträge und Präsentationen können sich die Künstler*innen im Erdgeschoss ausbreiten. Für Videokunst und Performances haben wir im Obergeschoß eine sogenannte Black Box geschaffen, die ebenfalls genutzt werden kann. Der größte Teil der Ausstellungsfläche bleibt jedoch der Sammlung vorbehalten. Sie bildet den Rahmen, oder besser, den künstlerischen Horizont vor dem sich das entfaltet was wir “kritische Gegenwart” nennen.

Künster*innen der Sammlungspräsentation sind:

Guillaume Bijl
André Blanck
Jean Pierre Bredo
André Butzer
Bert De Beul
Julie De Bleeckere
Serge Ecker
Dirk Dietrich Hennig
Andrea Lehnert
Adrien Lucca
Léopold Plomteux
Pat Rosenmeier
Paul Schwer
Heinrich Siepmann
Ton Slits
Johan Tahon
Johan Van Geleuwe
Marcel Warrand
Yves Zurstrassen

Eingeladene Künstler*innen der Parallelevents sind:
Aline Bouvy, Benoît Jacquemin, Tanja Mosblech, Francis Schmetz

im Vordergrund:
Serge Ecker,
Fukuyu_2,
120x100x100cm,
copper, gold leaves, steel frame, infrared heater,
2020

im Vordergrund:
Serge Ecker,
Fukuyu_2,
120x100x100cm,
copper, gold leaves, steel frame, infrared heater,
2020

Serge Ecker,
Fukuyu_2,
120x100x100cm,
copper, gold leaves, steel frame, infrared heater,
2020

Guillaume Bijl,
Die Geschichte der Erotik
Mixed media
400 × 500 × 200 cm
1996-2012,
Installation im IKOB, 2020

Guillaume Bijl,
Die Geschichte der Erotik
Mixed media
400 × 500 × 200 cm
1996-2012,
Installation im IKOB, 2020

Léopold Plomteux, 1995
Composition
Öl auf Leinwand
200 × 170 cm

Andre Butzer, 2017
Ohne Titel
Acryl auf Leinwand, 210 x 150 cm

Ausstellungsansicht,

Jean-Pierre Bredo, HEIMAT, Teppich, Multiplex,
50 x 120 cm, 2005

Ton Slits, 1996
Ohne Titel, 1996
Acryl auf Leinwand,
130 x 200 cm