IN/VISIBLE
Kader Attia, Taysir Batniji, Neal Beggs, Stanley Brouwn, Luis Camnitzer, Peter Fischli & David Weiss, Peter Downsbrough, Marguerite Duras, Ceal Floyer, Mario Garcia Torres, Guerrilla Girls, Marco Godinho, Alexander Gutke, Paul Kos, Isabelle Krieg, Zilla Leutenegger, Tom Marioni, Mathieu Mercier, Marie Lund & Nina Beier, Éric Poitevin , Àngels Ribé, Lotty Rosenfeld, Joëlle Tuerlinckx, Catharina Van Eetvelde
08.03.2015 — 17.05.2015

© Neal Beggs, The Helvetic System, 2006-2008, Collection 49 Nord 6 Est – Frac Lorraine
© Joëlle Tuerlinckx, AREA, Collection 49 Nord 6 Est – Frac Lorraine, Metz Ausstellungsansicht, Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder, Wien, 2006
© Éric Poitevin , Sans titre, 1993-1994, Collection 49 Nord 6 Est – Frac Lorraine

Auf der Suche nach dem unsichtbaren Meisterwerk — Ein Blick auf die Sammlung des 49 Nord 6 Est – Frac Lorraine

So wie es Orte eines heimlichen Einverständnisses gibt, so gibt es andere, die gewissen Strategien oder, besser gesagt, gewissen Täuschungsmanövern unterliegen.

Wie die Sammlung des 49 Nord 6 Est – Frac Lorraine (Fonds régional d'art contemporain de Lorraine, Metz) zum Beispiel, die das ikob mit einer Reihe bedeutsamer Werke aufnimmt, die deren einzigartigen und strategischen Charakter offenbaren. Es geht kurz gesagt darum, Sichtweisen umzukehren, die Unsichtbarkeit und das Empfinden zu zelebrieren und das Verschwinden einzufordern...

In IN/VISIBLE wird die heutige Tendenz in der zeitgenössischen Kunstszene wiedergespiegelt, die angesichts des vom Marktes ausgeübten Drucks versucht, alternative Kunstformen zu finden oder neu zu formulieren, welche sich wieder einem Kunstgedanken zuwenden, den wir in den letzten Jahren verloren zu haben scheinen.

Dem ikob bietet diese Ausstellung die Gelegenheit, eine der derzeit originellsten und engagiertesten Sammlungen in der institutionellen Landschaft zeitgenössischer Kunst zu präsentieren und zugleich seinen eigenen Stellenwert als Museum in Frage und die Weichen für die Zukunft seiner Sammlung zu stellen. Im "Vorwort" zur Sammlung des Frac Lorraine, die heute aus 758 Werken besteht, heißt es: "Wenn das Frac Lorraine jedes Jahr Werke von namhaften nationalen und internationalen Künstlern sammelt, so tut es dies nicht ohne stets auch den Akt des Sammelns zu hinterfragen. Es wäre in der Tat vereinfachend diese Sammlung auszustellen ohne zu unterstreichen, dass das Frac Lorraine seit mehreren Jahren über die Grenzen einer jeden Sammlung reflektiert und somit als Echo der aktuellen Mittel des künstlerischen Schaffens fungiert. Man kann nicht ignorieren, dass seit den sechziger Jahren ein Teil der Kunst aus dem Bereich der Performance stammt, und dass die Nähe zum Kino immer offensichtlicher wird.

Durch dieses Prinzip hat das Frac Lorraine auf selbstverständliche Weise eher Vorschläge zu Werken gesammelt als deren greifbare Verwirklichung. Von diesen sind die meisten immateriell (Performance, wieder zu aktivierende Künstlerprotokolle) oder stammen aus anderen Disziplinen (Tanz, Kino)."

Kuratiert durch Béatrice Josse, Direktorin des 49 Nord 6 Est – Frac Lorraine und Maïté Vissault, Direktorin des ikob

Mit Werken von: Kader Attia, Taysir Batniji, Neal Beggs, Stanley Brouwn, Luis Camnitzer, Peter Downsbrough, Marguerite Duras, Catharina Van Eetvelde, Peter Fischli & David Weiss, Ceal Floyer, Marco Godinho, Guerrilla Girls, Alexander Gutke, Paul Kos, Isabelle Krieg, Zilla Leutenegger, Marie Lund & Nina Beier, Tom Marioni, Mathieu Mercier, Eric Poitevin, Àngels Ribé, Lotty Rosenfeld, Mario Garcia Torres, Joëlle Tuerlinckx.


www.fraclorraine.org


Programm | Save the date

08.03.2015 | 15.00: Vernissage und Sonderprogramm mit den Guerrilla Girls, anlässlich des Weltfrauentags. Da die „feministische" Ausrichtung Teil der Ankaufsstrategie des Frac Lorraine ist, werden die Guerrilla Girls bereits am Eingang der Ausstellung mit ihrer zwischen 1985 und 2012 entstandenen (und von den Gründungsmitgliedern signierten) Posterreihe Reinventing the "f" word – feminism! geehrt.

25.04.2015 | 16.00: Performance Comme de l'eau (2008) von Taysir Batniji, bei der mit Wasser die 109 Worte für Wasser in der arabischen Sprache auf den Museumsboden gezeichnet werden. Am selben Tag findet die Reaktivierung des Werks Two Parallel Lines (1976) von Luis Camnitzer statt, bei dem die aus Objekten bestehende Linie (die parallel zu der geschriebenen verläuft) durch eine Gruppe von Bewohnern des Asylbewerbeheims Bellevue in Eupen durch eine eigene Zusammensetzung an Objekten angebracht wird.

17.05.2015 | 15.00: Finissage mit Vorführung von Kurzfilmen von Marguerite Duras.


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