RESSENTIMENT – Kulturen des Dissens
25.01.2017 — 23.04.2017

© Tímea Anita Oravecz, Welcome to the EU, Installation, 153 × 115 × 100 cm; Foto: Vladimir Pavić

Ressentiment meint viel mehr als nur ein Stereotyp, ein Klischee oder ein negatives Bild, das nur dann Anwendung finden könnte, wenn es gilt, einen politischen Gegner zu diffamieren – es geht beim Thema Ressentiment um viel subtiler gelagerte kulturelle Prozesse. 

Ressentiments sind in Wirklichkeit eher lichtscheue Gewächse, die im Schatten einer erlebten Demütigung, einer Niederlage oder einer Unterwerfung wachsen und das Verhältnis zwischen Verlierer und Gewinner strukturieren. Dieses Verhältnis einer realen oder gefühlten Imbalance gegenüber dem Anderen gilt für Individuen, Gruppen, Sprach- und Religionsgemeinschaften – aber auch für ganze Nationen.

Selten war dieses Thema so aktuell wie heute, wo auf der ganzen Welt Autoritarismus und Nationalismus um sich greifen.

Die Ausstellung versammelt 17 internationale künstlerische Positionen des Dissens: Awst & Walther, Declan Clarke, Dear Hunter, Elisabeth Gabriel & Daryoush Asgar, Christoph Gielen, Konstantinos-Antonios Goutos / the[video]Flâneu®, Andy Hope 1930, Francois Knoetze, Tímea Anita Oravecz, Julian Röder, Alina Schmuch und Franca Scholz, Gerold Tagwerker, Thomas Zipp.

Die Eröffnung findet am 22. Januar um 15 Uhr statt.



Dates

Ressentiment
01.02.2017 — 18:00