Jungwoon Kim präsentiert die Ergebnisse ihrer dreimonatigen Residenz in Ostbelgien. Die Künstler:innenresidenz stand unter dem Motto „Material Witness“ (Materielle Tatzeuge:in) und fand in Zusammenarbeit mit Borderland Residencies statt, einer gemeinsamen Initiative von Künstlerresidenzen im Grenzgebiet Maas-Rhein.

Während ihres Aufenthalts in Eupen hat Jungwoon Kim die anhaltende Präsenz pflanzlicher Materialien in Grenzzuständen untersucht – zwischen Wachstum und Verfall, natürlich und synthetisch, lebendig und vergehend. Das Projekt begann mit dem Sammeln lokaler Pflanzenreste und alltäglicher Überbleibsel. Diese Materialien aus der unmittelbaren Umgebung wurden mit Silikon und Aluminium kombiniert, um Skulpturen zu schaffen, die Spannung, Transformation und Widerstandskraft verkörpern.

Jungwoon Kim (*1981, Seoul, Südkorea) lebt und arbeitet in Düsseldorf. Sie studierte Bildende Kunst an der Hongik University in Seoul sowie an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Rita McBride und Prof. Martin Gostner. Seit ihrem Abschluss 2014 nahm sie an zahlreichen Projekten teil, erhielt Stipendien und absolvierte verschiedene Residenzen, u. a. in Chongqing, Detroit und Bukarest. Kim ist zudem Mitglied des Künstlerkollektivs Mother of Pearl. Zu ihren jüngsten Ausstellungen zählen Fishing in Green, Living in Yellow im The Pool, Düsseldorf (2025); Und wir fangen gerade erst an in der Kunsthalle Düsseldorf (2025); Worlds of Structure im Atelierhaus Aachen e.V. (2024); Waiting in Loop in der Gallery Cubeplus, Kiel (2023); 20 Jahre dHCS-Stipendium im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf (2023); Out to Lunch part 1 in Düsseldorf (2023); Out to Lunch part 2 im 3:e Våningen, Göteborg (2023); Die Grosse im Kunstpalast Düsseldorf (2023); yesterday, today, tomorrow in der Zero Foundation, Düsseldorf (2022); und der 14. Salon der Künstlerinnen im Museum Kurhaus Kleve (2022).

Borderland Residencies ist ein euregionales Netzwerk von Residenzen an Kunstinstitutionen. Es handelt sich um eine gemeinsame Initiative von Künstlerresidenzen im Grenzgebiet von Rhein und Maas. Das Grenzlandprogramm unterstützt die Aktivitäten der Mitglieder durch die Organisation mehrtägiger Exkursionen für Künstler aus allen beteiligten Residenzen, durch Treffen mit Kuratoren und Institutionen aus der Region und durch ein öffentliches Programm mit Vorträgen, Präsentationen und Workshops. Das Programm bietet den teilnehmenden Künstlern die Möglichkeit, Kontakte auf beiden Seiten der Grenze zu knüpfen, sowohl mit anderen Künstlern als auch mit Institutionen. Die Exkursionen konzentrieren sich auch auf allgemeinere Themen in der Region, wie Energieerzeugung, landwirtschaftlicher Wandel und die alternde Bevölkerung.

Unterstützt von der Europäischen Union und dem Small Project Fund „People to People” Interreg Maas-Rhein (NL-BE-DE), sowie dem Regionalen Kultur Programm NRW.

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