Achtung: alle Plätze für die Exkursion sind nun belegt und die Anmeldung ist nicht mehr möglich.

Anlässlich der aktuellen Ausstellung Léon Wuidar: Um die Ecke, organisiert das IKOB eine einmalige Exkursion zu drei besonderen Orten in und um Lüttich. Das Programm beleuchtet die enge Verbindung zwischen Léon Wuidars künstlerischer Praxis und der Architektur.

Léon Wuidar zählt zu den bedeutendsten belgischen Künstler:innen seiner Generation. Seit sechs Jahrzehnten erforscht seine Malerei die Möglichkeiten der Abstraktion und der Geometrie. Gleichzeitig ist seine künstlerische Praxis von einer tiefen Auseinandersetzung mit der Architektur geprägt: er hat zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum entworfen und realisiert und im Laufe seiner Karriere mit mehreren Architekten zusammengearbeitet – darunter auch sein Freund Charles Vandenhove, der sein Haus und Atelier schuf.

Die Exkursion ist eine Zusammenarbeit zwischen dem IKOB und dem MACPA - Musée d’art contemporain en Plein Air du Sart Tilman und wird begleitet von Pierre Henrion (Chefkurator, MACPA), Julie Bawin (Direktorin, MACPA) und Brenda Guesnet (Kuratorin, IKOB). Der Künstler Léon Wuidar ist ebenfalls anwesend.

PROGRAMM | Samstag, 04.10.2025

13:45: Treffpunkt und Begrüßung vor dem Hôtel Torrentius, Rue Saint-Pierre 15, 4000 Liège

14:00: Besuch des Hôtel Torrentius mit Prudent de Whispelaere, Präsident der Fondation Jeanne & Charles Vandenhove

Wir erhalten exklusiven Zugang zum Hôtel Torrentius in Lüttich, Sitz der Fondation Jeanne & Charles Vandenhove und normalerweise nicht für Besucher:innen zugänglich. Errichtet zwischen 1565 und 1568, ist es eines der bedeutendsten Renaissancehäuser Belgiens. In den 1980er-Jahren wurde das Gebäude von Charles Vandenhove restauriert und als sein Büro genutzt. Auch hier suchte Vandenhove die enge Verbindung von Architektur und zeitgenössischer Kunst und lud Künstler Daniel Buren, Olivier Debré und Léon Wuidar ein, ortsspezifische Eingriffe in den Innenräumen zu realisieren. Link zu Google Maps

14:40: Weiterfahrt nach Sart Tilman *

15:00: Besichtigung des CHU Liège (Centre hospitalier universitaire de Liège), Avenue de l’Hôpital 1, 4000 Liège

Das CHU Liège ist nicht nur ein bedeutendes medizinisches Zentrum, sondern auch ein markantes Beispiel moderner Architektur. Der Architekt Charles Vandenhove war bemüht, den Patienten, Besucher:innen und dem Personal durch Architektur und Kunst Raum zur Erholung zu schaffen und die ästhetische Wahrnehmung zu schärfen. Künstler:innen wie Daniel Buren, Sol LeWitt, Jacques Charlier, Jo Delahaut, Olivier Debré, Niele Toroni, Claude Viallat, Marthe Wéry und Léon Wuidar realisierten ortsspezifische Eingriffe in die Architektur des Krankenhauses. Link zu Google Maps

15:45: Treffpunkt am Empfangspavillon des MACPA - Musée d’art contemporain en Plein Air du Sart Tilman. Dieser befindet sich am Kreisverkehr Simone David-Constant (am nördlichen Ende des Boulevard du Rectorat). Adresse: Musée en plein air du Sart Tilman, Rond-point Simone David-Constant (Bât. B1), 4000 Lüttich. Folgen Sie der Beschilderung „S. David-Constant“. Link zu Google Maps

16:00: Geführter Besuch im MACPA - Musée d’art contemporain en Plein Air du Sart Tilman

Auf den Höhen von Lüttich verbindet das MACPA seit den 1960er Jahren Natur, Architektur und zeitgenössische Kunst. Als Labor für Kunst im öffentlichen Raum umfasst es heute fast 120 Werke, vor allem monumentale Skulpturen und Malereien, von denen knapp 100 im Freien zu sehen sind. Der Architekt Claude Strebelle verfolgte mit dem Campus Sart Tilman über Jahrzehnte die Vision, Kunst und Architektur eng zu verweben. Diese Idee führte 1977 zur offiziellen Gründung des Museums.

Während des Besuchs entdecken wir die Arbeiten Labyrinthe (1987) und Composition monumentale (1977) von Léon Wuidar sowie zahlreiche andere Kunstwerke aus der Sammlung.

ca. 17:00: Ende

Praktische Informationen:

Alle Plätze für die Exkursion sind nun belegt und die Anmeldung ist nicht mehr möglich. Bei Fragen melden Sie sich bitte bei Brenda Guesnet (guesnet@ikob.be).

Die Führungen finden auf französischer Sprache statt und unser Team kann bei Bedarf auf Deutsch und/oder Englisch übersetzen.

* Die verschiedenen Stationen der Exkursion werden mit dem Auto angesteuert. Wer auf eine Mitfahrgelegenheit aus Eupen, Lüttich oder Brüssel angewiesen ist, kann dies bei der Anmeldung mitteilen und wir werden eine Lösung finden.