Das unverhoffte Glück des Hari Hünerbein, ein neues Buch von Walter Schulz, erzählt die ungewöhnliche Lebensgeschichte eines jugendlichen Ausreißers, der 1861 in Eupen geboren wurde. Im Zuge des Niedergangs der Eupener Tuchindustrie sieht der junge Hari keine Zukunft in seiner Heimat und macht sich heimlich, abschiedslos davon in das preußische Rheinland.

Das Buch erzählt anhand dieser Lebensgeschichte von den Jahren des industriellen Aufschwungs in Deutschland und der Landflucht, der Sozialistenverfolgung und des Wilhelminismus, der in der Katastrophe des ersten Weltkriegs endet. Aus elenden Bedingungen und bewegten Verhältnissen wird Hari, was man einen "gemachten Mann" nennt. Und mag sich damit nicht arrangieren.

Der Autor liest ausgewählte Stellen aus dem Buch, zeigt Recherchematerial und beantwortet Fragen aus dem Publikum. Martin Schulz wirkt als Gast und Präsentator mit, und das Buch ist selbstverständlich zum Kauf erhältlich.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird bis zum 22. März gebeten via Mail: anmeldung@ikob.be. Wir freuen uns auf einen besonderen Abend!

Über den Autor

Walter Schulz, Dr. phil., Jahrgang 1947, studierte in Bonn, Berlin und Köln, arbeitete als Journalist, Lehrer, Buchhändler, Bildungsreferent und Geschäftsführer im Sozialbereich, engagierte sich in der Kommunalpolitik.Er ist Mitbegründer des Archivs für Stadtteilgeschichte Köln-Nippes e.V. und veröffentlichte u. a. in dessen Publikationen. Er lebt seit 1980 in Köln-Nippes.

Über Martin Schulz

Martin Schulz, Jahrgang 1955, ist gelernter Buchhändler und deutscher Politiker. Er war von 1994 bis 2017 Mitglied des Europäischen Parlaments (MEP) für Deutschland und von 2017 bis 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er war von 2012 bis 2017 Präsident des Europäischen Parlaments und von 2017 bis 2018 Vorsitzender der SPD. Im Dezember 2020 wurde Schulz zum Vorsitzenden der Friedrich-Ebert-Stiftung gewählt.